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(aus: Main-Post, 9. Juni 2008)

Das eigentliche Voltigierturnier wurde am Sonntag ausgetragen. Da es sich um ein hochrangiges Turnier handelte, richteten hier die internationale Richterin Rosemarie Ganswindt vom RV Büchenbach gemeinsam mit Richterin Anke Lemoch-Altman vom RG Coburg-Rödental. Das Feld, das sich im Turnier beweisen wollte, war breit gestreut. Lediglich in der höchsten Klasse (S) war eine Prüfung nicht möglich, da die Raumhöhe der Reithalle nicht ausreichte. Die akrobatischen Figuren, die in dieser Wertung auf dem Pferderücken vorgeführt werden, erreichen eine gewisse Höhe.

Das zahlreiche Publikum, unter dem sich auch Bürgermeister Rainer Friedrich befand, war begeistert von den beeindruckenden Leistungen, was sich im großen Applaus widerspiegelte. Besonders stieg die Spannung als die Ochsenfurter Voltigiergruppen von Anette Meyer, Reitschule Smeykal-Meyer ihre Prüfungen ablegten. Drei Teams waren an den Start gegangen, zwei Spiele Gruppen und ein Team am Sonntag beim Turnier. Mit der Note 5,5 gelang dem Ochsenfurter A-Team ein besonderer Erfolg, da somit eine Aufstiegsnote erreicht wurde. Erhält eine Mannschaft in einem Turnier zweimal eine Note über 5,0 bedeutet dies, dass die Mannschaft in die nächst höhere Gruppe aufsteigen darf.

 Artikel aus der Main-Post vom 18. Juni 2008  

Volti-Turnier.pdf


(aus: PIU - Pferde in Unterfranken, Ausgabe 05/2008)

„Nach unten führen! Jetzt! Hand weg!“ Gespannt lauschen die Teilnehmer aus Ochsenfurt, was Reitmeister Gert Schwabl von Gordon unten in der Reithalle in beinahe militärischem Befehlston von seinen Reitschülern fordert. 

Das Pferdemaul in Ruhe lassen, so die nur scheinbar simple Maxime des praktischen Teils eines Reitseminars auf der Reitanlage Gut Matheshof in Kreuth (Amberg) am letzten Sonntag.

Auch in den Vorträgen von Verhaltensbiologin Dr. Konstanze Krüger, Reitlehrer Knut Krüger und Sattlermeister Weiß geht es ausschließlich um die „Losgelassenheit“, wie Reiter die Entspannung ihres Pferdes nennen, und warum sie beim Reiten so wichtig ist. 

Für die Truppe aus Ochsenfurt an sich nichts Neues. Dass man am letzten Sonntag trotzdem mit zahlreichen Profis und Amateuren aus ganz Süddeutschland die Schulbank drückte, lag an Anette Meyer, engagierte Reitlehrerin aus Ochsenfurt mit Grundsätzen und Weitblick. Ihre Philosophie, dass die Reiterei nicht nur Respekt vor der Kreatur und körperliche Fitness voraussetzt, sondern vielmehr Intellekt und nicht zuletzt ein gutes Stück Erziehung an sich selbst verlangt, duldet keine Kompromisse. Und so lässt Anette Meyer keine Gelegenheit verstreichen, ihren Reitschülern – Jugendlichen wie Erwachsenen – zu zeigen, dass Reiten kein schweißtreibender Sport ist, sondern edle Kunst.

„Wir können es gar nicht anders“ resümiert Chris Grüttner in der Reithalle, und meint damit die Schwierigkeiten anderer Reiter, dem Maul ihres Pferdes mit weicher Hand zu folgen. „Die Anatomie von Mensch und Pferd greift beim Reiten eben ineinander, und da ist es wichtig, von Anfang an eine versierte, professionelle Ausbilderin zur Seite zu haben, die diese Zusammenhänge erklären kann. So können falsche Reflexe erst gar nicht entstehen.“

Anette Meyer, die im Dezember 2006 mit ihrer Reitschule den Reitunterricht im Reit- und Fahrverein St. Wolfgang Ochsenfurt übernommen hat, zeichnet verantwortlich für den quirligen Schulbetrieb, der mittlerweile wieder in der kleinen, überschaubaren Reitanlage am Main herrscht. 

Neben Dressur- und Springunterricht gibt es in Ochsenfurt auch Voltigieren, das „Turnen“ auf dem Pferd, das als idealer Einstieg für das Reiten gilt und bei dem die Kleinsten in der Gruppe spielerisch an den Pferdesport herangeführt und bis zur Turnierreife ausgebildet werden.